Rocker | Eine Stadt sieht einen Film

BRD 1972110 MinutenRegie: Klaus LemkeDarsteller: Hans-Jürgen Modschiedler, Gerd Kruskopf, Paul Lys, Marianne Mim, Dennis O. Heinrich u.a.Regieassistenz: Martin Müller | Kamera: Bernd Fiedler | Kamera-Assistenz: Anna Harnisch | Schnitt: Jutta BrandstaedterAltersfreigabe: ab 16 Jahren

Ein ganzer Tag im Zeichen des Hamburger Kultfilms aus dem Jahr 1972. Zu Gast sind Regisseur Klaus Lemke und sein Filmteam.

Der deutsche Easy Rider feiert 50. Geburts- tag! Ein würdiger Anlass, um die Münchner Regielegende Klaus Lemke und sein Team zurück nach Hamburg zu holen. Bereits zum 8. Mal laden die Hamburger Programm- und Arthousekinos zur außergewöhnlichsten Kinotour ganz Deutschlands ein. Einmal im Jahr zeigen 16 Kinos einen Hamburger Kultfilm einen ganzen Sonntag lang. Die Screenings werden begleitet von Publikumsge- sprächen mit dem Filmteam, einer kleinen Lemke-Werkschau und einer digitalen Drehorttour an die Originalschauplätze. Im Altonaer Museum können im Rahmen der Ausstellung„Close-up. Hamburger Film- und Kinogeschichten“ noch bis zum 18. Juli Originalobjekte sowie Werkfotos des Films besichtigt werden.

St. Pauli 1971. Rocker ge- gen Zuhälter. Im Mittel- punkt des ausschließlich mit Laiendarstellern be- setztem und mit kleinem Budget realisiertem Mi- lieufilm steht der 15-jäh- rige Mark, der nach dem gewaltsamen Tod seines älteren, kriminellen Bru- ders aus seinem klein- bürgerlichen Leben als Supermarkt-Lehrling herausgerissen wird. Zufällig lernt er den alternden Biker-Boss Gerd kennen, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Der Kiez-Kultfilm lebt maßgeblich durch seine Darstel- ler des Rocker-Clubs „Bloody Devils“. Auf die große Leinwand kam der für das ZDF produzierte Fernsehfilm erst Ende 90er Jahre durch die beiden Hamburger Underground-Filmemacher Torsten Stegmann und Henrik Peschel. Zahlreiche ausverkaufte Open-Air-Kinoveranstaltungen (u.a. im Millerntor-Stadion) und der Fanclub „Mach dich grade“ zeugen von der Zeitlosigkeit des Films. „An dem zeitlosen Meisterwerk klebt der Dreck der Straße. Eine entfesselte Kamera stürzt sich ins Rotlicht-Milieu, Alkohol und echtes Blut fließen in Strömen. Momente des Wahnsinns für die Ewigkeit, die nur entstehen können, weil sich die harten Typen selbst spielen.“ (Henrik Peschel)
Final Kinoslides ESSEF 2022
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