Eine Stadt sieht einen Film – Kleine Freiheit
Deutschland 2003102 MinutenRegie: Yüksel YavuzDarsteller: Çağdaş Bozkurt, Leroy Delmar, Nazmî Kirik, Necmettin Çobanoglu, Naci Özarslan, Susanna Rozkosny, Sunai Girisken, Thomas Ebermann, Oktay Çagla, Demir GögkölAltersfreigabe: ab 12 Jahren
Am 12. April laden die Hamburger Arthouse- und Programmkinos zum 11. Mal zur außergewöhnlichsten Kinotour Deutschlands ein. Einen ganzen Sonntag lang – 11 bis 21 Uhr – zeigen in diesem Jahr 17 Hamburger Kinos Yüksel Yavuz' Film Kleine Freiheit. Traditionelles Herzstück der gemeinsamen Kinoveranstaltung ist die Reise des Filmteams durch die Spielstätten mit Publikumsgesprächen vor Ort. Ein besonderer Bonus sind die Drehortspaziergänge – in deutscher und türkischer Sprache – an die Originalschauplätze des Films auf St. Pauli.
Kleine Freiheit
Erzählt wird die Coming-of-Age-Geschichte der beiden Jugendlichen Chernor und Baran mitten in Hamburg. Baran stammt aus einem kurdischen Dorf im Südosten der Türkei und hat seine Eltern im gewaltvollen Konflikt verloren. Chernor kommt aus einem nicht näher benannten Ort in Afrika und träumt von einem Leben in Australien. Beide verfügen über keinen gesicherten Aufenthaltsstatus und sind somit von Abschiebung bedroht. Als die Situation der beiden sich zuspitzt, drohen die Ereignisse zu eskalieren und Baran steht vor folgenreichen Entscheidungen. – Ausgehend von prekären Lebensrealitäten blickt der Film jedoch nicht auf Mangel, sondern auf Selbstwirksamkeit, Mut und die Suche nach der eigenen Geschichte. Zwischen den Nuancen des Begriffs Kleine Freiheit und den verschiedenen Winkeln der Straßen St. Paulis bewegt sich der gleichnamige Film von Yüksel Yavuz – mal rasend schnell, mal mit vorsichtigen Schritten. Mit einem genauen und empathischen Blick schaut er auf Fragen von Zuhause-Sein, Zugehörigkeit, Identität und Freundschaft.
Website: www.eine-stadt-sieht-einen-film.de








